Mir ist etwas halbschreckliches passiert.   Sawyl aus meinem Feenroman hat ein Gesicht verpasst bekommen. Nur ist es leider überhaupt nicht das, was ich mir je vorgestellt hatte. Die Besetzung hat sich quasi aufgedrängt, und zu verraten, um wen es sich dabei handelt, treibt mir schon die Schamesröte ins Gesicht.

Weihnachten! Und weiße noch dazu! Zwar bedeutet das, dass ich nachher zehn Minuten zur Hauptstraße laufen muss, damit mein Vater mich abholen kann, weil mein Auto es durch die dicke Schneeschicht einfach nicht packt, und ich habe keine Ahnung, wie ich am Montag zur Arbeit kommen soll, aber das kann meine Freude nicht trüben. Vor meinem Fenster hängt ein Eiszapfen so groß wie ein kurzes Schwert, und unser Garten sieht aus wie Narnia. In diesem Sinne: frohe Weihnachten! Angeregt durch Majas Blogpost hier kam mir der Gedanke, dass ich ja auch einmal meine To-Do-Liste für 2011 posten könnte – so ganz öffentlich, um mir selber einen Arschtritt zu verpassen, sozusagen. Meine Damen und Herren, Ihre Kandidaten für 2011:

Mal abgesehen davon, dass ich Schnee abgöttisch liebe und selbst dann noch „Oh, Schnee! Wie schön!“ brülle, wenn nach vier Wochen bei allen anderen der Punkt eingesetzt hat wo sie sich wünschen, nach Mallorca übersiedeln zu können, hat die anhaltende Kältewelle mir bezüglich „Des Königs Krüppel“ eins klar gemacht: die frieren nicht genug.

Irgendwann wurde aus „Des Königs Krüppel“ nicht eine Geschichte, sondern zwei. Oder anders – zwei Geschichten, die eine große bilden, aber nacheinander erzählt werden und zusammen einen Roman bilden. Die erste dieser Geschichten, die ich im NaNoWriMo begonnen hatte, ist heute in der Rohfassung zu Ende gegangen.

Und auf den letzten Metern fand ich dann doch noch den Tüffel. Ein Tüffel, das ist laut Tanja Rast Norddeutsch und bezeichnet einen ungeschickten, tollpatschigen Menschen. Es war auch Tanja, die Willem zuerst als einen Tüffel bezeichnete, und seitdem tue ich es auch ganz gerne. Ist doch prima – jetzt habe ich in meinem Buch einen Tüffel und einen Terrorkrümel. Also TT. Wie Take That. Aber wo war ich? Ach ja. Fünf Minuten vor dem Ende des NaNoWriMo fand ich dann also doch noch ein Gesicht für den Tüffel. Äh, Willem, natürlich. Und Schuld allein ist einzig und allein der Trailer für The Eagle.

Nun ist der NaNoWriMo schon 21 Tage alt und wie erwartet fange ich langsam an, zu staucheln. Zwar bei immerhin guten 36.011 Wörtern, von denen ich knapp 4.000 heute raus gehauen habe, aber trotzdem. Im Moment kann ich kaum mehr als 600 Wörter pro Tag schreiben, und da mir noch 14.000 Wörter bis zur 50.000er Marke fehlen könnt ihr euch ja ausrechnen, dass das reichlich knapp wird.  Und sonst?

Und da hatte ich mir noch Sorgen gemacht, dass ich nicht zum Schreiben kommen würde. Vor allem, nachdem mein Montag damit begann, dass ich mich vor den Computer setzte und nicht die geringste Lust verspürte, mich jetzt in irgendeiner Weise zum Wettschreiben zu bequemen. Am Ende des zweiten Tages sah das Ergebnis dann so aus:

Typecasting bezeichnet das unglückselige Los eine Schauspielers, immer für dieselbe Art von Rolle gebucht zu werden. (Manchmal mag es aber auch daran liegen, dass die Schauspieler bloß eine Sorte von Mensch geben können.) Dasselbe Schicksal hat jetzt Colin Morgan ereilt, auch wenn er das vermutlich nie erfahren wird. Colin Morgan ist nämlich mein Cadmon, und damit mal wieder der Diener eines Kronprinzen.

Ich habe gerade im Rahmen eines kleinen Wettbewerbes eine Kurzgeschichte für eine Anthologie abgeschickt. Nachdem ich lange und gründlich an der Geschichte herumgedoktert hatte war ich am Ende auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.  Falls sich etwas ergibt, werde ich