Die Überschrift wird nur verstehen, wer den Arbeitstitel meines neuen Projektes kennt, den ich hier aber (noch nicht) verraten möchte. Was ich verraten kann ist, dass ich mich in zweierlei Arten auf völliges Neuland wage.  Zum einen ist es eine Novelle. Zum anderen eine Liebesgeschichte.

Und da hab ich noch mit stolzgeschwellter Brust geprahlt, wie gut es bei mir läuft. Dabei müsste ich doch langsam wissen, dass Murphy mein bester Freund ist und grundsätzlich dann vorbeigeschneit kommt, wenn ich es gar nicht gebrauchen kann. Also im Moment stehen die Maschinen mal wieder still. Die Muse streikt und verrichtet nur Notdienste.

Ich habe mich in meinem ganzen Leben schreibtechnisch noch nie so produktiv gefühlt. Ich arbeite derzeit an vier Projekten gleichzeitig und erstaunlicherweise komme ich gerade mit allen gut voran. Ich bin erstaunt. Begeistert. Erschüttert. Misstrauisch. Aber in erster Linie hoch zufrieden.

Unfassbar aber wahr - ich habe heute die Spione zu Ende geplottet, deren neuer Arbeitstitel entweder "Thimble House" oder "Findling" lautet, so ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Neben ordentlich Inspiration hat dann vor allem Scrivener geholfen, das tolle Schreibprogramm, mit dem sich einzelne Szenen in ein einziges Dokument exportieren lassen, so dass ein Exposé fast von alleine entsteht.

"Auld Reekie", also "Alter Stinker", ist der liebevolle Beiname, den die schöne Stadt Edinburgh trägt und er lässt erahnen, wie es damals dort ausgesehen, bzw. gerochen haben muss. Es ist auch der Ort, an den ich mich in den letzten Wochen gedanklich verkrochen habe (dort und unterwasser, aber das ist eine andere Geschichte--literally), denn getreu dem Motto  "Never give up. Never surrender" versuche ich nun zum gefühlten vierundneunzigsten Mal, den Spionen Leben einzuhauchen. In Auld Reekie.

Im September hab ich meinen Koffer gepackt und bin nach jahrelanger Ankündigung ("Ich müsste mal nach Schottland!") mit ein paar Freundinnen für eine Woche in die Highlands entschwunden. Mein Gott, was für ein herrlicher Fleck Erde. Ich bin ja schon mit hohen Erwartungen in die Gegend gefahren, aber die hat Schottland ganz locker übertroffen. Aus den Hochlanden mitgebracht habe ich mir entsprechend nicht nur eine dicke Erkältung, sondern auch Unmengen von Inspiration. Leider für's falsche Buch.

In den vergangenen Monaten hat die Seite etwas brach gelegen, weil dringend einige Updates und Änderungen durchgeführt werden mussten, für die ich natürlich viel zu faul war. Die dicke Erkältung, mit der ich mich momentan herumschlage, hat immerhin zur Folge,

Seit einigen Wochen sage ich ja, dass ich ab sofort in alle meine Romane Richard Armitage einbauen werde.  Was natürlich als Scherz gemeint ist. Or is it? Zumindest war es wirklich nicht vorgesehen, dass der gute Mann es noch in die Meuchelnden Monarchen schaffen würde, denn eigentlich sind da sowieso schon so gut wie alle Rollen besetzt und ich bin mit meiner mentalen (versteht ihr? mental? Bruahahahah)  Cast ganz zufrieden.  Die einzige wichtige Figur, die bei immer noch ein gedankliches Vakuum bildete, war Norris - Willems Onkel und Cadmons Vater.