Es ist vollbracht. Weil ich  Panik hatte, mit „Rawnina“ nicht vor dem NaNoWriMo fertig zu werden habe ich mich dieses Wochenende auf den Hosenboden gesetzt und wie besessen an dem Buch weiter geschrieben. Mit dem Ergebnis, dass nun – völlig unerwartet – die Rohfassung fertig geworden ist.

Gestern noch schrieb ich, dass ich mich endlich mal um Devon, die weibliche Protagonistin meines NaNoWriMo-Romans kümmern müsste, von der ich nicht mehr wusste als ihren Namen und ihre Profession. Heute hat sie bereits eine kleine Hintergrundgeschichte und, was noch viel wichtiger ist, ein Gesicht. Ich reihe mich damit in eine lange Liste von Autoren ein, die ihre Figuren auf Schauspielern basieren lassen.

Der Showdown für „Rawnina“ steht an, was natürlich bedeutet, dass ich mit dem Schreiben ins Stocken gekommen bin. Denn der Showdown ist wichtig, und muss geschickt herbeigeführt werden und natürlich spannend sein, und idealerweise auch noch eine bis drei Überraschungen beinhalten, und eine Enthüllung, mit der niemand gerechnet hätte, und überhaupt. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre gerate ich nun zusehends unter Zeitdruck, denn eigentlich wollte ich pünktlich zum ersten November fertig sein.

Frauen zu schreiben fällt mir unglaublich schwer. Ich schiebe es darauf, dass ich generell ein Problem mit den Frauendarstellungen in Film, Fernsehen und Büchern habe, und um Himmels Willen nicht in dieselbe Falle tappen möchte wie hunderte von Autoren rund um den Globus. Wer glaubt, Frauen seien schon lange gleichberechtigt, der irrt, und besonders deutlich wird es wenn man mal genauer hinschaut, wie Frauenfiguren in fiktionalen Texten oder auch im Film dargestellt werden.

Für Tausende von Schreibwütigen weltweit beginnt heute die fünfte Jahreszeit - noch einen Monat bis zum NaNoWriMo. Wie schon im letzten Blogpost angekündigt und angedroht habe ich mich dazu entschlossen, es dieses Jahr noch einmal zu probieren. All or nothing sozusagen, aber eigentlich sehe ich es dieses Jahr ganz olympisch. Dabeisein ist Alles. Dass die richtige Wahl des NaNoWriMo-Projektes  nicht zu unterschätzen ist, habe ich in den vergangenen Jahren schmerzhaft gelernt. Um Gottes Willen nichts was einen komplizierten Plot erfordert, der im schlimmsten Fall noch gar nicht steht.  Gut sind immer Figuren, die die Geschichte fast von alleine tragen. Generell also alles, in dem man sich nicht verheddern kann. Mit anderen Worten: die Engel werden es dieses Jahr wieder nicht.

...the first of November. Es dauert nicht mehr lang, dann herrschen weltweit für dreißig Tage Zustände wie kurz vor oder während der Apokalypse; Termine werden verschoben, Schlafgewohnheiten geändert und Gegessen sowieso nur noch, wenn es der straffe Zeitplan erlaubt. Mit anderen Worten: der NaNoWriMo steht vor der Tür. Viermal habe ich bisher teilgenommen, zweimal habe ich ihn verloren und zweimal gewonnen. Wenn ich mich dazu entscheiden sollte, dieses Jahr wieder zum zahlenzählenden Zombie (ZZZ) zu werden, dann geht es um die Wurst - entweder verliere oder gewinne ich zum dritten Mal.

Erste Posts sind blöd. Was will man denn auch groß schreiben außer "Hallo, hier bin ich?" Vielleicht, was es mit diesem Bild da oben auf sich hat. Diesen Waschbär hab ich dieses Jahr in einem Zoo fotografiert, denn ich mag Waschbären, auch wenn meine gute Freundin aus den USA immer nur abwertend mit den Schultern zuckt und sagt, "We shoot them at home, they're mean".  Waschbären sind chronisch neugierig und das haben wir gemeinsam, mehr noch als Melanie mit den Otten gemeinsam hat.