Wenn ich einen neuen Roman beginne, dann stelle ich mir als erstes eine Playlist zusammen, quasi meinen offiziellen Soundtrack zu dem aktuellen Projekt. (Manchmal bekommt der Soundtrack sogar einen Namen und ein fiktionales  Cover.  So cool bin ich.) Da Thimble House

[caption id="attachment_554" align="aligncenter" width="800"](c) Romy Wolf (c) Romy Wolf[/caption] Vor ein paar Wochen hatte ich Urlaub. Und wie das dann so ist, wenn ich Urlaub habe, nutze ich die Gelegenheit in erster Linie, um nichts von dem zu tun, was ich mir vorgenommen habe und stattdessen irgendeine Fernsehserie im Marathonverfahren zu schauen. In diesem Jahr traf es Teen Wolf (ja, schlagt ruhig die Hände über dem Kopf zusammen, ich bereue nichts, vor allem nicht Derek). Während ich mich mit einer Mischung aus Unglauben, Kopfschütteln und Faszination durch die Folgen arbeitete, wurde mir vor allem eines klar: ausgerechnet Teen Wolf hat eine der coolsten Frauenfiguren, die mir seit langem im Fernsehen begegnet ist. Lydia Martin ist ein Girlie Girl wie es im Buche steht: Hübsch, stets perfekt gekleidet und mit einer Frisur, auf die so mancher Star bei der Oscar-Verleihung neidisch wäre. Lydia liebt Jungs und Schuhe und weiß, wie toll sie aussieht. Natürlich ist niemand Geringeres als der Captain des Lacrosse-Teams ihr fester Freund. Lydia ist der Inbegriff des verwöhnten Dummchens, das Klamotten liebt aber in etwa so schlau ist wie eine Reihe Salat. Sollte man meinen. Haben wir schließlich in anderen Serien und Filmen oft genug so gesehen.

  So. Ich habe fertig mit dem Umbau. Zumindest fast. Das kaputte Drop-Down-Menü hat mein Bruder repariert (vielen Dank nochmal), so dass ich jetzt ganz viele Unterseiten erstellen kann, ohne, dass mein Blog direkt aussieht, als hätte ihn eine Horde Links

Wie unschwer zu erkennen ist, hab ich das Design gewechselt.  Ich hatte das alte Layout einfach über - zu dunkel,  zu wenig Fokus auf die Texte (und um die soll es hier ja schließlich gehen), zu viele Spalten.  Das neue

Soviel zum Thema wieder regelmäßig bloggen.  Ich sollte einfach keine guten Vorsätze mehr machen. (Was mich an die Kurzgeschichte von Kishon erinnert, in der er sich das Zeitungslesen abgewöhnt weil er immer in der Zeitung lesen muss, wie ungesund das Rauchen ist.) Momentan sitze ich an einem Übersetzungsprojekt und komme nur hin und wieder zum Schreiben, und schon gar nicht zum Bloggen.  Das nächste Mal muss ich mir einen besseren Zeitplan erstellen. Oder überhaupt einen.

Nachdem ich wochenlang nicht so recht wusste, welches meiner Projekte ich als nächstes angehen will, hat heute das Hutorakel entschieden. Bei dieser von Freunden empfohlenen Vorgehensweise schreibt man alle seine Projekte auf Zettelchen und zieht diese so lange aus dem Hut bis ein Projekt dabei ist, bei dem das Bauchgefühl, "Yay" sagt. Oder zumindest, "Damit können wir arbeiten". Und was ist es nun geworden? [trommelwirbel]

(c) Romy Wolf Die letzten Tage habe ich gedanklich im New York 1934 verbracht. Was toll war, denn ich liebe diese Epoche, besonders in New York, und kann Stunden damit verbringen, mir im Internet selig alte Fotos anzusehen. Oder Billie Holiday und die Andrew Sisters zu hören. Oder nach alten Schnittmustern zu googeln. Oder meine stetig wachsende Liste von Rechercheliteratur um ein paar Meter zu verlängern.